In Windeseile hatte die verwilderte Gärtnerei mit ihrem Charme unser Herz erobert.
Wir einigten uns mit der Verkäuferin und fieberten dem Notartermin entgegen.
Allerdings standen uns noch nervenaufreibende Wochen bevor.
Für landwirtschaftliche Flächen besteht ein Vorkaufsrecht für Landwirte und der benachbarte Landwirt hatte bereits Interesse bekundet.
Doch das Schicksal meinte es gut mit uns: durch die Aufteilung in landwirtschaftliche Fläche und Haus-und Hoffläche war die Mindestgröße für das Vorkaufsrecht nicht erreicht.
So konnten wir im März 2024 den Kaufvertrag unterzeichnen.
Aus dem Grundstück mit dem Geisterhaus wurde „Unsere Insel“.

Zwischenzeitlich haben wir erste Entdeckungstouren unternommen.
Die Gärtnerei hatte ihren Betrieb vor etwa 20Jahren eingestellt.
2 Folientunnel und 2 Gewächshäuser hatten die Zeit nicht unbeschadet überstanden.
Weite Teile des Grundstücks waren nicht oder nur sehr schwer zugänglich. Überall wucherten Bäume, Sträucher und unendlich viel Efeu.
Das Haus, in dem die Gärtnerfamilie einst gelebt hatte, stand ca. 4 Jahre leer. Jugendliche hatten sich Zutritt verschafft, brauchbare Gegenstände entwendet, nicht brauchbare waren mutwilliger Zerstörungswut zum Opfer gefallen.
Viele haben uns gefragt, warum wir uns angesichts des erschreckenden Zustandes „das antun“.
Weil wir eine Vision unseres zukunftigen Lebens haben.
Weil wir die Möglichkeit bekommen haben diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Weil wir nicht die Arbeit sehen, sondern uns auf das Erschaffen von etwas Neuem freuen.
Weil es unser neues Zuhause werden wird.
Jedenfalls habe ich das so gesehen mit dem neuen Zuhause.
Eric konnte meinen Enthusiasmus anfänglich nicht teilen.
Warum?
Das werde ich euch beim nächsten Mal zeigen.